v.l.n.r.: Carsten Sieling, Elombo Bolayela, Verena Behrens, Olaf Lies, Marina Mollenhauer-Thein, Manfred Oppermann Manfred Oppermann (MdBB) hatte zum traditionellen Neujahrsempfang geladen und rund 100 Gäste aus der Landes- und Beiratspolitik sowie Aktive aus Institutionen und Verbänden vor Ort kamen in den Grollander Krug. Prominenter Gast war Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies.
In seiner Begrüßung lenkte Manfred Oppermann den Blick zurück auf die drängenden Probleme des vergangenen Jahres und rief dazu auf, Stadtteil und Stadt fit zu machen für wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen. Mit Blick auf den niedersächsischen Ehrengast erteilte er allen Länder-Fusions-Plänen launig eine klare Absage: "Zwei Arme machen noch keinen Reichen, auch wenn ein Reicher zwei Arme hat." Die Aufnahme von Flüchtlingen und Ihre Begleitung durch engagierte Menschen vor Ort gelinge im Stadtteil Huchting auf vorbildliche Weise, lobte Oppermann. Alle Stadtteile seien gefordert, sich für die Integration von Flüchtlingen einzusetzen, damit sie eine Perspektive hätten.
Minister Olaf Lies erinnerte zu Beginn seiner Rede an das spannende Kopf-an-Kopf-Rennen bei der letzten niedersächsischen Landtagswahl und den Jubel über den Wahlsieg - "Das ist für Euch ja ganz normal, Ihr siegt ja immer". Doch Politik nach der Wahl sei, gerade in Norddeutschland, noch einmal eine ganz andere Herausforderung. Eine enge Zusammenarbeit aller Partner in der Metropolregion sei von großer Bedeutung für den Standort. Lies fasste zusammen, dass die norddeutschen Bundesländer in besonderer Weise gefordert seien, Ihre Bürgerinnen und Bürger zu Investitionen zu ermutigen. Das seien Investitionen in den Wirtschaftsstandort, Häfenund und Infrastruktur ebenso wie Investitionen in Bildung und die Integration von Flüchtlingen, "Bildungspolitik ist Wirtschaftspolitik". Ganz klar bekannte sich Lies zu allen Bemühungen, die Unternehmensansiedlungen an den norddeutschen Standorten zu fördern und die Länder Niedersachsen und Bremen attraktiv für Fachkräfte zu machen. Das bedeute auch, mehr in die Integration der Flüchtlinge zu investieren und neben der humanitären Hilfe dafür zu sorgen, dass diese ihre Fähigkeiten und fachlichen Kompetenzen vor Ort einbringen könnten. Hier sei ein Potential, dass man ein Zeiten des Fachkräftemangels nicht brach liegen lassen könne. Nicht ohne Stolz verwies Olaf Lies darauf, dass in Hannover rund 15.000 Menschen einer rechtspopulistischen Demonstration entgegengetreten seien.

Bringt Glück: Gastgeber und Ehrengast im Gruppenbild mit Schronsteinfeger